EAT – wie lassen sich Googles Qualitätskennzeichen verstehen und abgrenzen?

Über EAT wurde in letzter Zeit vieles (und sich Wiederholendes) geschrieben. Das ist verständlich, da der Dreiklang aus Expertise – Authoritativness – Trustworthiness die Hauptkategorien für die Qualitätsbeurteilung von Websites sind – neben dem summarischen Term: Reputation.

Was mir auffiel: die Autoren*innen tun sich schwer mit dem Begriff der Authoritativness. Das mag daran liegen, dass sie mit Autorität (https://www.sem-deutschland.de/blog/e-a-t-ranking-optimierung/) übersetzen oder durch authority (https://www.luna-park.de/blog/41457-rankingfaktor-eat/) ersetzen. Authority kommt allerdings in den Qualitätsrichtlinien von Google nur einmal vor. Möglicherweise liegt es an diesem semantischen Shift, dass die Erklärung dieser Kategorie so ungenau und im Vaguen bleibt.

Ich möchte daher eine andere Lesart vorschlagen, die sich eher an einem soziologischen Modell von Pierre Bourdieu orientiert und das EAT-Triple in dessen drei (von vier) Kapitalien überträgt: das soziale, kulturelle und symbolische Kapital.

Da der Text relativ lang geraten ist, biete ich ihn hier als PDF zu Download an: Überlegungen zu Googles Qualitätskriterien Expertise – Authoritativeness – Trustworthiness (EAT)

2 thoughts on “EAT – wie lassen sich Googles Qualitätskennzeichen verstehen und abgrenzen?

  1. Hallo Herr Theobald,

    ein überaus interessanter Gedankengang, den Sie hier ausführen. Denn in der Tat: Ein wirklich treffender deutscher Begriff für Authoritativness ist auch mir nicht bekannt. Aber unabhängig des Terminus: Ein wichtiges Kriterium ist hierbei gewiss die Resonanz von Experten. Es hat in meinen Augen durchaus Ähnlichkeit mit dem Science Citation Index (SCI). Entwickelt wurde er bereits 1963 (!) von Eugene Garfield. Im Kern besagt er: Je häufiger ein Wissenschaftler von anderen Wissenschaftlern in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zitiert wird und je höher die Reputation des Zitierenden, desto mehr Reputation gewinnt der zitierte Wissenschaftler.

    Herzlich grüßt

    Jürgen Zöllner

    1. Hallo Herr Zöllner,
      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ihr Hinweis bietet eine interessante Ergänzung zu meinen Überlegungen.
      Herzliche Grüße
      Gerd Theobald

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